Blatt-Kunst

Im Herbst haben die Fünftklässler auf dem Schulgelände Blätter von verschiedenen Bäumen gesammelt und sie sorgfältig  in 8 kleine Pressen gelegt. Diese wollten die Naturwissenschaftslehrer nicht gebrauchen, da nicht für jeden Schüler eine solche vorhanden sei und so habe ich sie für Kunst requiriert. Ein paar Wochen später haben wir diese Blätter aufgeklebt, verziert, umrandet, durchgedrückt (Frottage!) und allerhand verschiedenen A4 Blätter gestaltet. Diese haben wir 2 x halbiert und dabei auch den Umgang mit der „Schneidemaschine“ gelernt. Mit kleinen Papierstreifen wurden sie neugeordnet zusammengeklebt, so dass ein Leporello entstand. Das war eine große Herausforderung, die die Schüler wunderbar und mit großem Eifer meisterten! Sie fanden auch wunderbare Titel und freuten sich sehr, ihr Klapp-Buch mit nach Hause nehmen zu können. Im nächsten Herbst – neue Fünfer, neues „Plat-buch!“

 

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Gute Vorsätze am Montag #1

Ich schmeiß‘  alles hin und werde…

 

…na ja, vermutlich werde ich dann

alles wieder aufheben müssen.

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Nichts los

Doch ist was los, aber nichts außergewöhnliches. Nur mal schnell , was so nichts los ist:

  • Der Weihnachtsbaum steht noch immer, wir lassen die Kerzen jetzt „ausbrennen“, bis die Batterien den Geist aufgeben.
  • Der Regen füllt endlich Zisternen, doch mit Schnee sah letzte Woche alles schöner aus.
  • In der ersten Woche des Jahres brauchten wir nicht einkaufen, wir haben Vorräte aufgebraucht.
  • In der Schule geht alles seinen Gang, alle guten Vorsätze sind schon aufgebraucht.
  • „Die Würde des Menschen ist unertastbar.“
  • „In Deutschland und Italien gab es  Verissmus.
  • Ich zeige einen Kunstdruck der Mona Lisa. – „Das kenn ich. Das ist von Beethoven!“
  • Nach der Weiterbildung zur Prüfung hoffe ich inständig, dass sich die Schüler für andere Fächer entscheiden.
  • Theaterstück „39 Stufen“ gestern Abend war  interessant und amüsant, insgesamt ein schöner Abend.
  • Ich kann bald neue Möbel und Schränke für den heruntergekommenen Kunstraum bestellen. Doch bei den Schulmöbelversendern gibt es immer das Gleiche, teuer und hässlich. Hat irgendjemand einen Tipp?
  • Den Antrag auf einen Antrag habe ich schon gestellt. Mal seh’n, was wird.
  • Das erste Mal habe ich direkt wieder von vorne angefangen, nachdem ich die letzte Seite las. Es fällt mir schwer, ein neues Buch anzufangen, da mich das ausgelesene noch so beschäftigt. Der Stapel wächst.
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Was soll werden?

Nun ist ganz plötzlich nach genau zwei Wochen das Haus wieder ganz leer, Besuch und auch Kinder sind wieder abgereist. Die Katzen können wieder auf den Sofas liegen und wir in den Computer starren. Es gibt zwar viel zu tun, doch im Moment geht fast gar nichts. Morgen.

Hier nur schnell eine kleine Meinungsabfrage. Soll ich hier weiter veröffentlichen oder lieber alles nur für mich schreiben?

 

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Keine Montagsgedanken #65

Rosen sind rot,

der Glühwein war heif,

Funge verbrannt,

waf für ein Feif!

 

 

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Mittelmeerisch

Einige Male waren wir schon griechisch Essen, zuletzt am zweiten Weihnachtstag, keine Gans und auch kein Wild, sondern griechisch. Ist ja nicht verwunderlich, wenn man zum Griechen geht. Verwundert hat mich bereits vor Monaten das Schild an der Straße, meine geografischen Kenntnisse reichen aber auch „nur“ für die fünfte Klasse. Es gab wohl im Sommer eine extra Karte im Restaurant. Nicht nur griechisch, sondern auch mediterran! Kallinichta!

P.S. Warum ein Wort in Anführungszeichen steht, weiß wohl nur Poseidon.

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Höhlenkunstunterricht

Mit den Fünfern machen Projekte im Unterricht Spaß, sie tauchen ganz in eine andere Welt ab, nur ein, zwei schaffen das nicht und sind „cool“ oder albern rum. In Geschichte behandeln wir gerade die Steinzeit und auch im Kunstunterricht ist Höhlenmalerei ein Thema. Also haben wir beides verbunden. Im Kunstraum habe ich eine obere Ecke mit vorher zerknülltem, grundiertem Packpapier verkleidet. Das war gar nicht so einfach und hat mich einen Nachmittag gekostet. Ebenfalls zerknülltes Packpapier, etwa A4 groß, habe ich an die Wände in Fußbodenhöhe, unter die Tische und an versteckte Stellen geklebt. Holzkohlestückchen, Wachsmalstifte, Buntstifte und Wasserfarbnäpfe, alles in Erdfarbtönen, war bereitgestellt und die Schüler sollten sich ein altes T-Shirt mitbringen. Zur ersten Stunde war es noch richtig dunkel, sie durften noch nicht in den Raum, sollten sich umziehen und alle ihre Schulsachen draußen lassen. Einigen Schülern gab ich eine Kerze (im Glas) in die Hand, dann gingen wir durch den finsteren Vorbereitungsraum in die „Höhle“, die war auch durch flackernde Kerzen spärlich beleuchtet. Jeder suchte sich seine Wandfläche aus, zur Inspiration gab es noch Bilder aus Lascaux und schon wurde eifrig gemalt, auch mit den Fingern. Die fertigen Tiere sollten noch ausgerissen werden und ich klebte sie an die Stellen der Höhle, die Künstler sich aussuchten. Mit einem Handabdruck haben alle noch „unterschrieben“. Ich glaube, ich muss das alles noch lange hängen lassen, denn sie sind voller Stolz auf ihre Arbeit. Auch die älteren Jahrgänge schauen genau hin, niemand  vermisst die Bilder, die vorher die Ecke zierten und niemand lästert über absonderliche Tierwesen. Es lebe die Kunst!

 

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