Montagsgedanken #45

Es gibt 365 Arten müde zu sein.

Ich kenne sie alle.

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Wenn Mutti früh zur Arbeit fährt #17

AutoschattenEine Freude, über Land zu fahren! Ausblicke, Weitblicke, Lichtblicke, Herbststimmung im gefühlten Hochsommer. Die Schatten sind schon ganz schön lang, aber immerhin gibt es noch Schatten, weil die Sonne noch am Himmel ist. Die Temperaturen am frühen Morgen sehr angenehm, am späten Nachmittag schafft es die Klimaanlage es, ein paar Grad runterzukühlen. Als ich neulich zum Sonnenuntergang wieder nach Hause fuhr (nach sage und schreibe 12 Stunden!), hielten an besonders schönen Stellen mehrere Autos und es wurde wie verrrückt fotogafiert. Selfies mit Strohballen vor glühendem Himmel. Nur ich fuhr weiter, zu meiner Kamera auf dem Schreibtisch.

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Das Leben besteht aus Tagen, die man nie vergisst #3

Vielen Dank für diesen  Gastbeitrag des Lesers U. aus W.!

Ich hatte mir bei einem Sturz auf einer Wiese die Schulter verletzt, welche nun dringend einer OP bedurfte um die entstandenen Schäden zu reparieren. Als alle Voruntersuchungen abgeschlossen und Unmengen von Einverständnissen unterschrieben waren sollte die OP endlich stattfinden.
Die Klinik war der Meinung, es wäre für die Patienten zumutbar, früh um 07:00 Uhr da zu sein. Für alleinstehende Bürger, die auf dem Dorf wohnen, schon mal gar nicht so einfach. Also bestellte ich mir zwei Tage vorher in der Kreisstadt ein Taxi für 06:00 Uhr. Am Tag meiner OP stand ich dann pünktlich 5 Minuten vor sechs vor der Haustür. Da nichts weiter passierte, entschloss ich mich, fünf nach sechs mit meinem Gepäck mal vor an die Hauptstraße zu laufen. Tatsächlich erschien dort nach weiteren zehn Minuten ein Taxi, dessen Fahrer man die Ziel- und Hilflosigkeit richtig ansehen konnte. Ich winkte ihm freudig zu und tatsächlich, es war mein bestelltes Taxi. Auf der Fahrt nach Mainz erzählte mir der Fahrer, er habe als Adresse den Sonnenberg erhalten, na und ich wohne auf dem Palmberg. Die pfiffige Dame in der Taxizentrale war also nicht mal in der Lage richtig zu zuhören. Der Fahrer machte den Zeitverlust lässig wett, indem er gemächlich mit fast 200 Sachen nach Mainz fuhr. Eine viertel Stunde vor 7:00 Uhr erreichten wir die Uni-Klinik und ich konnte mich überpünktlich anmelden. Weiterlesen

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Fang die Katz

In Nachbars Garten toben seit einiger Zeit vier kleine Katzen umher und die Mutter blicket stumm auf ihre wilden Kinder rum. Sobald ein Mensch in die Nähe kommt, verschwinden die lieben Kleinen unter dem Kindergartenhäuschen und die Mutter, selbst noch jung an Monaten, verteidigt sie. Futterbringer sind kurzzeitig willkommen und werden sogar eingefordert. Am Wochenende drohte Gefahr in Katzenkorbform. Da schleppte die Alte ihre Jungen in Sicherheit und in einen anderen Garten, doch büxten diese wieder aus. Zu Hause ist nicht, wo deine Katze wohnt, sondern, wo der Futternapf gefüllt wird, kommt die Katz vorbei.

Nun hat sich eine Kollegin gefunden, die gerne einer jungen Katze ein ein Eigenheim mit wildem Gartengrundstück bieten würde. Ich schilderte der gewünschten ihr neues Zuhause in den schillerndsten Farben, versprach einen selbstfüllenden Futternapf, unermessliche Freizeitgestaltung und immerwährende Liebe. Doch ich stieß auf verschwundene Ohren samt Miezen. Den Katzenkorb ließ ich schon mal stehen, als Transportquartier, von der Mutterkatze naserümpfend zur Kenntnis genommen.

Wildfang Im Moment sitzt ein kleines, schwarz-weißes Kätzchen darin, soeben von den Nachbarn gebracht. Sicherheitshalber im Gästebad, falls sie mal muss. Sie kam als Katze im Sack an. „Wie habt ihr denn geschafft,sie zu fangen!“ – „Wir haben Lebendfallen aufgestellt.“ Katze mit Handschuhen vorsichtig aus dem Sack in das Körbchen geschüttelt, Gitter zu und Abstand. Kleine Katzen sind süß, wenn sie fauchen. Die Kratzer an Armen und Händen sind dagegen schmerzhaft.

Kätzchen sitzt im Körbchen und maunzt immer mal herzzerreißend. Wir beobachten uns. Ich rede ruhig liebevoll mit ihr, sie schaut anklagend und beschwert sich über die Zustände. Meine Versuche, die Kollegin zu erreichen, um den Transport zu klären, schlugen bis jetzt fehl. Oh, Susanna, falls die Katz nur einen Tag länger bleibt, ist sie uns ans Herz gewachsen. Die Zähmung einer widerspenstigen, wilden Katze (Oder ist es doch ein Kater? Bis jetzt hat es noch niemand  geschafft, ihr unter den Schwanz zu gucken.) wolltest du doch in Angriff nehmen?! Bitte melde dich!

P.S.: Ob ich die Katzen mal einander vorstelle? Schwarze Katze wird sicher not-amused das Weite suchen und Kleine Katze desinteressiert kurz schnuppern und sich dann umme legen. Aber vielleicht fühlt sich Wilde Katze dann nicht mehr so einsam? Oh Gott, jetzt habe ich ihr einen Namen gegeben!

 

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Montagsgedanken #44

Ich beschäftige mich ja gern mit philosophischen Fragen.
Heute Morgen zum Beispiel:
Was war eigentlich zuerst da –
meine Laune, oder mein Gesicht?

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Das Leben besteht aus Tagen, die man nie vergisst #2

Zu meinem Geburtstag wünschte ich mir von den Gästen eine Erinnerung, eine Geschichte oder alte Fotos. Ich habe jetzt wunderbare Alben mit erstaunlichen Fotos, von denen ich nicht einmal wusste, ganz tolle Geschichten wurden erzählt, vorgetragen oder überreicht. Hier eine persönliche Geschichte, die einem Geschenk beilag:

Drei Kugeln

Das wunderbare und Besondere des Planeten Kugo am Rande unseres Sonnensystems, wo alle Lebewesen und Gegenstände kugelförmig sind, besteht darin, dass sich die verschiedenen Kugeln je nach Bedarf zur Erde senden lassen.

Dort ereignete sich zu einer Zeit, als der Geburtstag näher rückte, die folgende Geschichte.

Der Volleyball VOY wurde aufgerufen, als Geschenk seine Reise anzutreten. Er rollte zögerlich zur Abschussrampe. Man sah ihm seine Unlust so deutlich an, dass der Rampenwärter, Kugelfisch Flo, ihn fragte:“Wieso schaust du so verdrießlich, VOY? Bist du denn gar nicht stolz, als Geburtstagsgeschenk ausgewählt worden zu sein?“

„Ach“, sprach der Volleyball, „was soll sie mit mir anfangen?  Ihr Mann hat den Kofferraum voll von meinen Kameraden. Sie weiß gar nicht, welchen sie jeweils montags zuerst auswählen soll. Schließlich wird nur einer von uns im Spiel gebraucht.“

„Du hast Recht, über einen Volleyball würde sie sich unter diesen Umständen wahrscheinlich tatsächlich nicht freuen. Rolle zurück, du wirst später wieder aufgerufen.“,entschied Flo und rief in die Runde: „Der Nächste, bitte!“ Weiterlesen

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Das Leben besteht aus Tagen, die man nie vergisst #1

Zu meinem Geburtstag wünschte ich mir von den Gästen eine Erinnerung, eine Geschichte oder alte Fotos. Ich habe jetzt wunderbare Alben mit erstaunlichen Fotos, von denen ich nicht einmal wusste, ganz tolle Geschichten wurden erzählt, vorgetragen oder überreicht. Hier ein Brief der Tochter von Freunden (den ich freundlicherweise auch hier veröffentliche darf)

Seit mehreren Jahren, wenn nicht sogar schon Jahrzehnten, fährt unsere Familie nun schon über Silvester und Neujahr zu Familie B. ins Eichsfeld, eine Tradition, die nur um die Jahrtausendwende einmal kurz unterbrochen wurde und sich bis in dieses Jahr fröhlich fortgesetzt hat. Ich bin nun schon seit knapp fünf Jahren nicht mehr dabei gewesen, daher könnte es sein, dass meine Beschreibung des üblichen Ablaufs dieser Treffen etwas unsortiert ist, oder sich diverse Traditionen verändert haben.

Aus der Perspektive meines Pre-Teen Ichs (um den wunderschönen Fachbegriff aus Soziologiekreisen zu verwenden, der Kinder zwischen 8 und 12 beschreibt) lief das Ganze immer ungefähr so ab:

1 – nach dem Mittag am 30. oder 31. im Eichsfeld ankommen (Wir hatten immer zu viel Gepäck dabei.)

2 – man tauscht sich über die Ereignisse des letzten Urlaubs oder den generellen Lebenswandel der letzten Monate über den Nachmittag hinweg aus. Dazu gibt es Bier oder wahlweise Sekt. Manchmal auch irgenwas „Schnuckeliges“ (Wer sich jetzt fragt, was das sein soll: Ein alkoholisches Mixgetränk mit einer besonderen, meist süßen und leicht exotischen Zutat.)

3 – Gegen Abend wird der Rost angemacht. Es kommen mehr Leute als geplant zum Abendessen, aber es gibt immer genug Bier. Wahrscheinlich auch Rotwein. (Ich fand die Tatsache, dass ich an Silvester Cola in Massen und manchmal auch zum Frühstück trinken durfte, viel, viel interessanter natürlich. Damals.) Weiterlesen

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