Der erste Tag – lang ist’s her

Kurz nach Mitternacht stoßen wir mit einem Büchsen-Prosecco auf unseren Hochzeitstag an. Wir sitzen endlich im Zug nach Frankfurt, wenn auch im falschen. Aus irgendeinem Grund haben wir schon in Göttingen festgesessen, die Züge aus dem Norden kamen nicht – erst 40 Minuten Verspätung, daraus wurden 60 min, dann 2 Sunden und schließlich 4. In der Auskunft Schulterzucken, ein Zug aus Berlin komme in ein paar Minuten, den sollten wir nehmen. Nochmal umsteigen in Frankfurt und dann waren wir schon auf dem Flughafen, hatten aber noch viel Zeit. Rumhängen vor MCDonalds und Bier trinken, Halbschlaf unter künstlichen Olivenbäumen auf Scheinstein. Der Flug verlief total normal, richtig schlafen kann man ja nicht, da es so unbequem ist.  In Malaga holt uns wie bestellt ein Fahrer mit unserem Namensschild in der Hand ab, und für diesmal wirklich 50 Euro bringt er uns nach Caleta de Velez. Wir sind etwas angespannt. Schiff da? Alles in Ordnung? – Alles ist gut! Wir melden uns an, räumen ein, die 2 geschickten Pakete sind auch da, und ich gehe erst Mal ins Städtchen. Samstags ist dort der größte Straßenmarkt in der Umgebung Málagas, an einem Gemüsestand sind besonders viele Leute und es gibt eine große Auswahl. Wichtig: Eine Nummer ziehen! (Jaja, wie auf dem Arbeitsamt, äh, der Arbeitsagentur)  Jedenfalls zog ich die 98, die fünfziger kauften gerade ein. Ich ging ein bisschen hin und her, aber es war so heiß, dass ich lieber im Schatten blieb. Für 9 Euro trug ich dann den gut mit Obst und Gemüse gefüllten Rucksack aufs Schiff. Inzwischen war auch die Bettwäsche gewaschen (noch von Ostern an Bord) und ich konnte sie aufhängen.Dann gingen wir noch zu dritt zu Lidl und trugen Getränke und Lebensmittel die endlos lange Straße entlang. Am Nachmittag gingen wir an den Strand, 10 Minuten, gleich ins Wasser! Herrlich! Zurück, duschen, anziehen und ab in die Strandbar! Essen und Live-Musik. Drei Herren spielten tollen Blues, am Strand war auch bei Dunkelheit noch intensives Getümmel. Nachtleben am Strand, was für ein toller erster Tag! Und endlich: Schlafen!

 

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Montagsgedanken #91

Montagmorgen.
Traumhafter Sonnenschein.
Absolute Ruhe.
Keine Hektik.
Selten war ich so misstrauisch wie eben gerade!

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Was bisher geschah – als Schnappschuss

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Der 22. Tag, dritter Sonntag

Ausschlafen. Sicher am Fingersteg, kein Wind mehr zu spüren. Gegen 6 werde ich kurz wach und wundere mich in der nächsten Stunde, warum rings um uns fast alle ablegen. Es ist total neblig! Kein Wind. Gegen zehn frühstücken wir gemütlich, es gibt Rührei. Während der Gatte uns anmeldet, hänge ich Rettungswesten und Jacken zum Trocknen auf, sie sind gestern Nacht feucht geworden. Am Strand sind etliche Leute, wir beobachten, lesen, trinken Sekt und essen Melone. Mittags essen wir Linseneintopf, dann Siesta. Wir erkunden den Ort und trinken Kaffee , in der Nähe des Klosters, in dem Vasco da Gama geboren wurde. Ein Sohn der Stadt. In der Strand- Flaniermeile ein Bier. Dann weiter mit dem Urlaub auf unserem Schiff. Bald ist Sonnenuntergang, hinter dem Dunst, der fast den ganzen Tag anhielt. Laute Musik gegenüber, ob wir nochmal losgehen, wenn in zwei Stunden die Live-Band spielt? – Ach, etwas Neues für uns: Pullover anziehen! Socken! Es ist nicht heiß, auch nicht besonders warm. Der Rotwein schmeckt so besonders gut! Tolle Kulisse von Deck sitzend aus, die Industrieanlagen sind hinter uns und nicht zu sehen. Oh, jetzt Soundcheck, gleichzeitig belustigt die DJ die gesamte Stadt. Mehr Wein, bitte!

gesegelt: 0 sm

P.S. Heute und hier ist das erste Mal schnelles Internet erreichbar, weshalb ich schreiben kann. Die Folgen 1 – 20  (Was bisher geschah) erscheinen also später.

P.P.S. Jetzt jammert er rum, dass er nichts weiter zum Anziehen mit hat, ich hätte ihm verboten, Unterhemden einzupacken!

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Der 21. Tag, ein Samstag auf dem Atlantik

Viertel nach acht legten wir ab, vorher noch bezahlen und die Erlebniskarte abgeben. Die Brücke öffnete sich für uns und gemütlich tuckerten wir aus der Hafeneinfahrt. Noch ein Stück westwärts, dann die Kaps und Richtung Norden. Sonnenschein und schöner Segelwind, die ersten 15 sm waren wunderbar, der Autopilot steuerte, ich hielt Ausguck, wich den Fischerstäbchen aus und bewunderte die Küste. Und Delfine.Der Gatte hielt solange ein prophylaktisches Schläfchen. Als das Kap in Sichtweite kam, mussten wir reffen, doch mit 6 – 7 Knoten kamen wir gut vorwärts. Das Kap Sagres, welches wir gestern zu Fuß  begingen, umrundeten wir, doch das nächste Kap, Sao Vincente, konnten wir nicht mehr anlegen. Zu viel Wind aus der Richtung, in die wir wollten. Außerdem verschwand es völlig im Dunst.Auch die Welle war ganz schön heftig, wenn auch nicht mehr so viel wie gestern. Und so motorten wir, stundenlang, immer nach Norden. Eine Schaukelei. Gegen Nachmittag kam dann auch die Sonne durch, die anderen Schiffe, die unterwegs waren, fuhren weiter draußen, einige kamen uns entgegen. Ein Mondfisch hob grüßend eine Flosse aus dem Wasser, direkt am Boot, weshalb ich ihn sah. Sonnenuntergang. Immer noch kein Land in Sicht. Als wir endlich uns dem Hafen näherten, mussten wir uns sehr konzentrieren, um den riesigen Tankern, die scheinbar kreuz und quer fuhren, auszuweichen. Laut AIS waren sie in Fahrt. aber einige lagen so auf einer Stelle rum, andere fuhren wirklich. Unheimlich, wenn diese Hochhäuser von Schiffen so dicht sind! Beruhigend, dass sie uns auch gesehen haben und Hup- und Lichtsignale gaben. Na gut, da bestanden wir nicht auf unserem Wegerecht und warteten eine Weile. Die Lichterführung ist nur schwer zu erkennen, da so viele andere Lichter viel heller sind. Das Gleiche gilt für die Hafeneinfahrt, besonders, wenn es mehrere Teilabschnitte gibt und man ein wenig übermüdet ist. Also zu zweit Blink-zählen und zuordnen. Der Wartesteg im Hafen war schon besetzt, also suchten wir uns gleich vorne einen freien Finger-Steg aus und bereiteten die Leinen und Fender vor. Von den anderen Schiffen kamen einige Leute auf den Steg und so hatten wir viele helfende Hände. Das Anlegen kriegen wir eigentlich auch so hin, doch kurz vor Mitternacht, alles war nass, war ich über Hilfe doch ganz froh. Wir legten dann noch alle Leinen, wie wir wollten und tranken ein wohlverdientes Anlegebier. Von der Strandpromenade gegenüber schallte Live- Musik und viele Menschen waren dort unterwegs. Doch ich schlief wie ein Murmeltier. 80 sm in 16 Stunden,von Lagos nach Sines, immer gegenan, sind etwas anstrengend.

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Montagsgedanken #90

Vergesst bitte eure Medikamente nicht!
Sonst wird es wieder seltsam.

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Montagsgedanken #89

Kein Plan,
wieso alle den Montag hassen.
Dienstag ist genauso scheiße.

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