Sprachkurs in Schildern

Nicht nur, aber besonders auch im fremdsprechenden Ausland muss man auf die Schilder achten. Ist man des Lesens und oder der Sprache unkundig, helfen die Bilder weiter. Wenn sie uns denn bekannt sind. So hat die Autorin dieses Beitrages neulich erst nach Verrichtung ihrer Notdurft gemerkt, dass sie ins falsche Etablissement gestolpert ist. Es gab nämlich keinen Mülleimer. Auch ein Waschbecken fehlte. Das gab es im Vorraum, und beim ausgiebigen Händedesinfizieren rätselte ich an den Schildern: Schriftzüge auf beiden Türen gleich, Piktogramme gleich – halt, da war doch sowas wie ein Rockzipfel!? Signore heißt also Damen? Oder ist das kein Rockzipfel? Sollte eine Sardine oder ein Sarde mal zu uns kommen, werde ich mich rächen und sie hierhin schicken, wenn sie es eilig haben:

ein Örtchen

ein Örtchen

Wenn man es nicht eilig hat, besichtigt man in der Fremde natürlich alles, was im Reisführer steht. Schon vor Jahren habe ich olfaktorisch gelernt, dass man nicht gleichzeitig gehen und fotografieren kann. Merkspruch: gehen – sehen – stehen – fotografieren – Hundehaufen umgehen. Auf besonders gefährliche Stellen weisen Schilder hin (Die heißen ja auch so!):

hier stürzte der Don

hier stürzte der Don

Auch mit rudimentären Sprachkenntnissen erkennt man hier, dass man besonders vorsichtig laufen muss, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Und dass das keinen Zweck hat. („Hat ja gar nicht wehgetan!“) Für motorisierte Unkenner der örtlichen Besonderheiten gibt es ein Pendant:

Achtung  Amphibien

Achtung Amphibien

Wer fremdsprachenlesen kann, ist hier wieder mal klar im Vorteil. Das Problem des Anal-phabet-ismus scheint aber nicht nur ein deutsches zu sein, denn trotz ausgiebiger Warnbeschilderung hielt sich dieses eingeborene Fahrzeug nicht an die Regeln:

ab-sturzo

ab-sturzo

Bleibt noch eine kleine fremdsprachkünstlerische Begebenheit zu erzählen: Beim irrenden Suchlauf durch wirre Straßen erkannte der Angetraute das erhoffte Straßennamenschild sogar von hinten: „Da ist das Schild, wir müssen da lang!“ Nun, der Weg war richtig. Das Schild war blau mit einem weißen Pfeil. Versteht ja jeder!

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2 Antworten zu Sprachkurs in Schildern

  1. Eine vergnügliche Reise, scheint mir das zu sein. Ich merke, auch Sie empfinden es so.
    Vielen Dank für die ausführliche Schilderungen und erholen Sie sich gut.

    Henning zu Henningsheim.

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