Segellateinisches Alphabet als Törnnachlese

Altersgerechtes Baden: über die Badeleiter ins Wasser, vorher Beine, Arme und die Herzgegend tropfenweise mit Salzwasser benetzen, vorsichtige Schwimmbewegungen ohne Wassser ins Gesicht zu bekommen

Badespaß: vor Anker, mit lauter Musik, springen von allen Seiten, schwingen am Tampen (ausgebaumt), Köpper, Bombe, Kerze, Platsch

Crew: vervielfältigte sich täglich, multiple Bedarfsanwesende: Otto, Ottili, Ines, Steffen, Olaf, Frank, Dirk, Buddha

Dichtkunst: nach den obligatorischen Reimen, wie schön es ist, wenn die Sonne auf Körperteile scheint, dichte ich:“ Die Sonne scheint mir auf den Hintern, als wollt‘ sie drinne überwintern!“ Böser Kommentar eines sächsischen Crewmitgliedes: „Ich find das schade, da ist sie ja zwei Winter verschwunden!“

exzessives Eincremen: mit unterschiedlichen LSF in dieser Reihenfolge: 30 (für Kinder)  – 20 (praktisch zum Sprühen) – 15(muss weg) – 0 (jetzt will ich aber braun werden)

Flaggen: anfangs fiel es uns immer zu spät ein, doch dann folgten wir den anderen Schiffen in den Häfen, rollten abends Deutschland ein und morgens wieder aus

Geheimcodes für die sanitären Anlagen: 7323, 2412, 1413, 2010, E975

Halbtagswanderung: von einem einzelnen Crewmitglied erwünschte Distanz beim Landgang (1km)

Isabell, mein Kind, von hinten kommt der Wind!“

Jever: beliebtes Bier an Bord, welches alsbald ersetzt werden musste. Und nochmal. Und nochmal.

Kollateralschaden: 2 kg in einer Woche! (plus)

Logge: Muss funktionieren, wird nichts angezeigt, muss sie mal ausgebaut werden. Der mit den längsten Armen tut dies und baut sie auch wieder richtig ein. Geht wieder. Geht doch.

Mittagsschläfchen: gerne genutzte Innenbetrachtungen, 14jährige können dies den ganzen Tag und schlafen auch nachts

Nagelknipser: von einem männlichen Crewmitglied in einem dänischen Supermarkt bei den Hygieneartikeln gesucht. Warum? „Die Knipser sind dazu da, um bei den Tampons die Fäden abzuschneiden!“

Ordnung muss sein. Die Butter findet sich beim Packen am letzten Tag in der Reisetasche, der Camembert bleibt verschwunden. Irgendwer wird schon riechen, wo er ist.

Piratennest: Kneipe in Orth, in der wir viel gegessen und noch mehr getrunken haben

Quallen haben wir viele gesehen, wichtig ist, beim Schwimmen immer „Qualle, Qualle!“ zu rufen und dabei hektische Schwimmbewegungen zu machen

Reffen brauchten wir nie, denn wir segelten meist mit ohne Wind. Oder mit Blister.

Schiffe: Nach dem Speisen im Piratennest schlendern wir durch Orth. Wir biegen ab, „jetzt mal weg von den Schiffen!“ Dirk: „Ah, apropos schiffen…“

Traditionskabinett: Schlafzimmer eines anwesenden Ehepaares, mit Fotos, Flaggen und einem Stimmungsbarometer ausgestaltet

Untenrum: der größte Teil der Crew war ständig barfuß, höchstens mal in Badelatschen.

Vollmond: drei Nächte lang aus drei verschiedenen Häfen  beobachtet

Wodkaphilosophie: tiefschlürfende Gespräche mit geistreichen Erkenntnissen, die bis zum Grund des Flaschenbodens reichen

XY blöde Buchstaben, fällt mir nix ein dazu

Zeitverwendungen: aufs Wasser starren, in die Sonne blinzeln, abhängen, dösen, rumgammeln

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