gelesen: Hand in Hand in Virgin River

Als ich das Mira-Taschenbuch über BloggdeinBuch erhielt, war ich etwas skeptisch: Sieht ganz gut aus, steht mehrmals Bestseller drauf, zudem noch deutsche Erstveröffentlichung und die Autorin Robyn Carr hat mehr als 25 Romane geschrieben. Klingt nach Massenproduktion und nach Frauenbuch. Auf dem Klappentext erfahre ich, dass Kelly nach einem gesundheitlichen Zusammenbruch (Stress, na klar) zur Ruhe kommt, aufs Land zieht und den attraktiven Witwer Lief kennenlernt, doch dessen Stieftochter stellt ihre Liebe auf eine harte Probe. Dann kommen drei Pünktchen. Leichte Lektüre denke ich, leider kein Strand oder Sommergarten greifbar, also lese ich in der Badewanne. Und tatsächlich liest es sich ganz gut, man braucht nicht innezuhalten und nachzudenken,sondern liest einfach immer weiter. Ab und zu werden Gedanken oder Beschreibungen ein paar Seiten später wiederholt, wie bei Soaps nach der Werbepause, vielleicht für die Vergesslichen? Die ungeübte Leserin wird sich darüber freuen, doch es ist ja nicht der erste Virgin River- Roman, es gibt noch das Liebeserwachen und das Glück wartet und das Wintermärchen und das Happy End (Hand in Hand ist schon das Vierzehnte!) . Werde ich wohl eher nicht lesen, keine Suchtgefahr für mich, sowieso geht bei diesem Buch  niemand Hand in Hand in Virgin River und alle anderen werden auch Herz-Schmerr-Romatik-Idylle- Romane sein. In etwa so, mitten im Buch : „Sein Puls raste beim bloßen Anblick ihrer roten Lippen, den rosafarbenen Wangen und ihrer dichten blonden Haare.“ Das ist mir zu groschenromanig. Die wenigenvergnüglichen Stellen reichen mir nicht, ebenso gibt es fast keine unerwarteten Wendungen. Als ich schon aufgeben wollte, passiert doch noch was, aber nicht richtig. Na ja. So ganz stimmig ist auch nicht alles, so betreibt die Schwester einen Biogemüseanbau und verschenkt alles, was sie erntet. Kelly weckt in der Küche hunderte Gläser mit Chutneys ein, am Anfang wird gesagt, die neue Küche ist bestellt und zwei Seiten später arbeitet sie darin unter tollen Bedingungen. Aufgebaut wird die Küche aber nicht, jedenfalls ist es nicht  beschrieben. Kelly verschenkt auch alles,was sie kocht, bäckt und einweckt. So sind sie wohl, die guten Amerikaner, brauchen kein Geld und verschenken alles aus Liebe zu den Nachbarn. wie gut, das Lief ein oscarprämierter Drehbuchautor ist und außerdem reich. Aber das spielt natürlich überhaupt keine Rolle. Wichtiger ist, dass die Tochter zickig ist und natürlich keine neue Mutter will. Hin und her, her und hin, am Ende wird doch geheiratet und alles ist gut und alle sind glücklich. Upps, jetzt habe ich das Happy End verraten.

Ich weiß schon,wem ich das Buch schenken kann, behalten brauche ich es nicht, nochmaliges Lesen ist unnötig.

Leseempfehlung: als Urlaubslektüre und für Liebesschnulzenliebhaberinnen

ROBYN CARR  „Hand in Hand in Virgin River“
ISBN 978-3-86278-863-7
7,99 EUR [D] 8,30 EUR [AT] 11,90 sFr [CH]
336 Seiten
ISBN eBook 978-3-86278-935-1 7,99 EUR [D]

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