2 Tage Wetter

logisch

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Hilger Erdmann erklärt uns das Wetter, zwei Tage lang. Das macht er sehr gründlich, natürlich beginnen wir mit den physikalischen Grundlagen. Aufbau der Atmosphäre, Temperatur, Druck, Feuchte, dann die Wetterphänomene und Druckgebiete und und und. Alles im Schnelldurchlauf, nur durch kurze Pausen unterbrochen. Zwischdurch streut er ein paar persönliche Erlebnisse und Anekdoten und viele Bemerkungen über das Lernen ein. Die Hamburger Westkurve musste für Lernunwilligkeit herhalten („Oh, Wind 90 ° – das ist ein heißer Wind!“) und und auf geografische Kenntnisse oder gar Mathematik würde in der Schule heutzutage kein Wert mehr gelegt. Auswendiglernen bringe nichts, man müsse es verstehen. Natürlich kann da niemand widersprechen. Einige schreiben eifrig mit, alle hören aufmerksam zu. Herr Erdmann erklärt wirklich fesselnd und durchaus amüsant. Er zeigt viele Bilder, Fotos und Grafiken und leitet alles noch einmal an der Tafel her. In dem Moment, in dem erklärt, kann ich gut folgen und verstehe (fast) alles. Alles erscheint vollkommen logisch und gar nicht so kompliziert, selbst Begriffe, die ich noch nie gehört habe, sind klar. Er arbeitet mit dem gesamten Körper, gestikuliert und wedelt, läuft als Strömung und dreht sich als Tief, gerne mit Unterstützung aus der ersten Reihe. Es ist so vergnüglich, das Seminar, wenngleich draußen die Sonne scheint und Wochenende ist. Doch alle sind sich einig: eine gelungene, lehrreiche Veranstaltung! Danke, SHS!

Und was ich mir merken möchte:

  • die Erde und die Atmospäre sind ein geschlossenes System wie das Kinderzimmer
  • weshalb es am Nachmittag am wärmsten ist
  • das  zur Sonnenaufgangszeit im Winter die tiefsten Temperaturen herrschen
  • beim Wetter müssen wir immer räumlich denken, nie nur zweidimensional
  • dass man an Schornstein-Rauchfahren sehr gut die Böen erkennen kann
  • dass das Gerät zur Messung der Luftfeuchte „in der Zusammenarbeit mit Fielmann“ entstanden ist, weil es schwer abzulesen ist
  • dass die Nebelvorhersage das schwierigste Gebiet überhaupt ist und die Modelle zur Vorhersage sehr grob sind
  • dass Landregen zur stabilen Schichtung gehört und Platzregen zur labilen
  • „Die Schönheiten des Lebens sind mit Gefahren verbunden.“
  • will man als Segler sicher sein, bleibt man weg von den Bergen (Steilküsten)
  • auf dem Atlantik ist es sicherer als im Kanal von Korinth
  • „Die HSV Westkurve ist stärker, als man denkt!“
  • Der Mond ist die „Säufersonne“.
  • „Kommen Wolken aus unterschiedlichen Richtungen, ist es Mist.“
  • Bleiben die Kondensstreifen der Flugzeuge erhalten, lösen sich nicht auf: Achtung! Hebung setzt ein – Wetterkarte einsehen!
  • Bilden sich Cirren  – Wetterkarte einsehen!
  • Bilden sich cumuli castellani  – Gewitter!
  • Ist eine Wolke flach, ist sie harmlos.
  • Wetter ist flüchtig, ständig beobachten
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Eine Antwort zu 2 Tage Wetter

  1. Steffi schreibt:

    Also „Säufersonne“ ist ja einsame Spitze und gezeitenmäßig so plausibel. Aber die Sache mit den Kondensstreifen verstehe ich nicht!

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