Blindlesen der blinden Kommisarin

Ich befürchtete blind zu sein. Für das Verständnis des Krimis. Ich sah die Buchstaben, die Sätze, die Seiten, allein –  ich verstand es nicht. Für Bloggdeinbuch wollte ich „Die blinde Kommisarin“ von Patrizia Rinaldi lesen. Ich habe es wirklich versucht. Aber es war eine Qual, ich wusste nicht mehr, was ich am Abend zuvor gelesen habe, geschweige denn, ob etwas passierte und was. Tapfer kämpfte ich mich durch die Seiten, gab es schließlich auf. Zu verwirrend, seltsam und unverständlich das Ganze. Vielleicht bin ich zu doof? Zu blind? Auch jeder, dem ich das Buch zu lesen gab, legte es schon nach ein paar Seiten Lektüre wieder weg: „Zu viele italienische Namen!“ Dabei haben wir gar nichts gegen italienische Namen. Doch beim Lesen braucht man schon die Vorstellung von Personen, die dahinter stehen und möchte verstehen, was sie tun. Hier bleiben es nur Worte, die sich nicht zusammenfügen zu einer tollen Geschichte. Und auch nicht zu einem Krimi. Dabei liest sich die Ankündigung doch ganz interessant: „Kommissarin Blanca Occhiuzzi ist blind – und erkennt die Wahrheit wie keine andere – Herbst in Neapel. Blanca Occhiuzzi, Hauptkommissarin der örtlichen Polizei – schön, charismatisch und blind – wird immer dann gerufen, wenn ein Fall aussichtslos erscheint. Als der bekannte Musiker und Lebemann Jerry Vialdi ermordet wird, gibt es viele, die ein Motiv haben. Zu viele. Ein Fall für Blanca und ihr besonderes Gespür für menschliche Abgründe. Lüge und Täuschung: Niemand macht der Kommissarin etwas vor. Diese Gabe bringt oft den Erfolg. In diesem Fall bringt sie Blanca jedoch in höchste Gefahr.“

Ha, das habe ich gar nicht gefunden. Nicht gelesen. Bin ich blind? Leere Versprechungen.

Nicht lesen: Patrizia-Rinaldi: Die Blinde Kommisarin, Ullstein-Buchverlag

Kriminalroman ,Taschenbuch, Broschur,224 Seiten
Tre, numero imperfetto, aus dem Italienischen übersetzt von Ulrike Schimming.

ISBN-13 9783548286136, erschienen: 09.05.2014, 8,99 Euro

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