Von der Schwierigkeit beim Wandern durch den Wald nicht in den Penis gestochen zu werden

Ein Gastbeitrag des Häuptlings Chief Family:

Wie es jemandem geht, der ein Bier getrunken hat und rauschendes Wasser hört, ist kein Geheimnis. Wenn erschwerende Umstände dazu kommen, wird es interessant.
Wie oben zu lesen sind wir durch kanadische Wälder nahe Clearwater gelaufen. Wunderschöner Pfad durch den Wald, entlang eines reißenden Flusses, die Vegetation für Mitteleuropäer ungewöhnlich, die Fauna – lästig.
Auf dem Weg durch den Wald sind uns keine Säugetiere begegnet An Vögel kann ich mich nicht erinnern. Aber Mücken gab es zu Hauf. Mit europäischer Mückenlotion, langer Hose und Jacke mit aufgesetzter Kapuze eilten wir durch den Wald. Hinter meinem Kopf schwebte eine Wolke aus Mücken. Wenn ich stehen bleib, so bremsten die Mücken zu spät, flogen am Kopf vorbei und griffen von vorn an. Heftiges Wedeln und Klatschen half.
Eingangs erwähnten Bedingungen entsprechend drückte es irgendwann. Militanten Feministinnen stößt es schon seit langer Zeit sauer auf, dass es Männer so viel leichter haben, sich zu erleichtern. Nicht nur dass Männer breitbeinig dominant das Geschäft verrichten während Frauen die Knie beugen müssen. In Vorbereitung einer Wanderung müsste der Hintern mit Antimückencreme eingerieben werden, was Frau durchaus in Erwägung ziehen sollte, vor allem, wenn das erwähnte Körperteil so groß und bleich wie der Mond ist.
Aber auch kleinere Körperteile sind in Gefahr. Das Stehenbleiben war schon schwierig. Die Mücken, die dem Klatschen entkamen und einen weiteren Anflug von unten versuchten, sahen sich plötzlich einem neuen Angriffsziel gegenüber. Klein aber mit weicher Haut. Wenig Landefläche für die einzelne Mücke (bei der Menge), aber dafür mit natürlicher Feuchte versehen. Wohlgestalt, aber schwer beschäftigt.
Auf der anderen Seite sieht sich die Verteidigung mit unerwarteten Bedingungen konfrontiert. Beim Wedeln mit der freien Hand sollte man besser nicht in den Strahl geraten. Klatschen auf das beste Teil kommt nicht in Frage. So hilft nur größte Eile bei högschter Konzentration (unser Bundestrainer). Glücklicherweise braucht man sich um den vorletzten Tropfen keine großen Sorgen zu machen, beim Abschütteln hat man gegen die Mücken wieder gute Chancen. Der letzte Tropfen geht wie gewohnt dahin wo er sonst auch immer hin geht. Und dann: Hose zu und lauf.

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