Von hier nach da

„Von hier nach da“ heißt das Buch, oder eher Heft, welches ich über

vom Moses-Verlag bekommen habe. Ich war sofort begeistert, schlug irgendeine Seite auf und legte los. Nichts zum Lesen, aber etwas für die Augen! Lauter liebevoll gestaltete Labyrinthe, mit Treppen, Straßen, Brücken, Tunnel und und und.Kennt ihr das, wenn ihr euch in einer Dienstberatung, einer Sitzung oder im Unterricht langweilt, und ihr malt so vor euch hin (Es sieht dann so aus, als machtet ihr euch fleißig Notizen!). Ich male dann immer verschlungene Wege, drunter und drüber, und ich kann wirklich dabei zuhören.

Gleich am nächsten Tag habe ich das Heft mitgenommen und mit in den Lesekoffer gepackt. Zu den Fünftklässlern habe ich nämlich einen Koffer voller Bücher zusammengesucht, der steht in der Ecke ihres Klassenzimmers und sie packen ihn im Deutsch-Unterricht voller Begeisterung aus und wählen sich ein Buch, mit dem sie sich beschäftigen. Um das Witze-Buch wird sich gerissen, ebenso die Comics und es gibt schon wahre Lieblingsbücher, die sie auch zu zweit lesen, wenn just der andere es gegriffen hat. Wir üben so schon mal die Buchvorstellung, sie lesen daraus vor oder malen auch eine Szene, oder sie erzählen davon. Nun ergänze ich den Koffer immer Mal mit einem neuen Buch, um die Spannung zu erhalten. „Von hier nach da“ habe ich öffentlich, mit viel Brimborium, einem Schüler in die Hand gedrückt, der in der letzten Stunde etwas sehr gut gemacht hat (und der es sonst sehr schwer hat). Oh, ist der gewachsen! Voller Stolz und Aufregung hat er sich eine halbe Stunde intensiv mit den Labyrinthen beschäftigt und dann der ganzen Klasse darüber berichtet. Zwischendurch ist ab und zu ein Schüler zu ihm gegangen und wollte auch mal reinschauen.

Auch wenn man sorgsam mit dieser „Broschur“ umgeht, fürchte ich doch, dass sie bald auseinanderfällt. Viel praktischer wäre es meiner Meinung nach, wenn es wie ein Abreißblock gestaltet wäre. Der Tipp im Buch, die Labyrinthe mit dem stumpfen Ende eines Stifte abzugehen, ist sehr wichtig, denn wenn man reinschreibt, ist es für ein nächstes Mal unbrauchbar. Mit dem Finger „entlangzufahren“ ist ungünstig, da bräuchte man schon einen sehr kleinen dünnen Finger, da die Labyrinthe seht filigran sind. Die Lösungen sind hinten abgedruckt, aber wer braucht die schon!?

Leseempfehlung? Na, ja, ist ja nicht zum Lesen. Aber trotzdem wunderschön und eine Augenweide, und wenn man mal abschalten will, kann man sich einen Weg von hier nach da suchen.

 

Von hier nach da,  Meditative Labyrinthe; Illustrator: Sean C. Jackson; durchgehend vierfarbig illustriert; 64 Seiten, Broschur; 21 cm x 30 cm; ISBN 978-3-89777-934-1; 12,95 Euro (D), 13,40 Euro (A), moses. Verlag, Kempen 2017

 

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