Mithören müssen

I

Bei der Nachtwanderung ging ich ganz hinten, immer hinter den letzten Kindern. Vor mir Niklas, der alle seine Klassenkameraden zur Verzweiflung bringt und deshalb keinen festen „Gehpartner“ hat und ein südkoreanischer Junge der anderen Klasse. Er geht auf ein Fußballinternat und kommt zu uns in den Unterricht. Folgender Dialog spielt sich ab: „Du Jigung, woher kommst du?“ – „Rate mal, Nord- oder Südkorea?!“ – „Ah, aus Nord- oder Südkorea!“ – „Na rate mal!“ – „Wie bist du denn geflohen? Ganz allein?“ – „Was?“ – „Na bist du zu Fuß geflohen?“ – „Nein“-  „Bist du allein geflohen? Den ganzen Weg?“ – „Nein, ich bin mit meiner Mutter geflogen.“ – „Du bist also mit deiner Mutter geflohen?“ – „Ja, wir sind zusammen geflogen!“  Jigung verliert die Nerven und rennt nach vorne. Niklas rennt hinterher.

II

Im Lehrerzimmer, zwei Kolleginnen auf dem Sofa: „Du, danke für deine Zeitung! Die war toll!“ – „Ja, nicht wahr! Ich schaffe es gar nicht, sie ganz zu lesen.“ – „Ah, ich habe mir es am Pool gemütlich gemacht und sie gelesen“ – „Ich lese sie immer kurz vorm Einschlafen, aber ich bin immer so müde.“ – „Hast du gelesen, dass (…) ein Kind bekommt?! Und die tollen Kleider! Also die Gala ist wirklich immer toll!“

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